Mittwoch, 26. August 2015

Sommerpost 2015 - Kalenderwoche 35


In dieser Woche fand ich die Holunderpost von Tanja in meinem Briefkasten. Vielen Dank! Wenn der Holunder reift geht es mit großen Schritten auf den Herbst zu und die Sommer-mail-art 2015 nähert sich leider auch ihrem Ende. Sehr schade. Ich hatte mich schon an die herzlichen, kreativen, wöchentlichen Grüße gewöhnt. 
Aber noch einmal zu Tanjas Post. Mich beeindruckt die konsequente Wiederverwertung von Papieren und Karton. Selbst der Briefumschlag ist aus einem Katalog(?) geklebt - und so toll mit dem Mohnfeld. Da kann ich noch viel lernen. Eigentlich gehört ihre Post auch zur Papierliebe von Susanne.

So und wer jetzt noch Lust zum Weiterlesen hat, hier eine kurze "Kalendergeschichte" aus meinem Buch "Dreiunddreißig Augenblicke" zum Thema HOLUNDER:

Unser Vierjahreszeitenbusch


Unser Nachbar hatte eine „Vierjahreszeitenhecke“ gepflanzt. Stolz erklärte er uns, dass  zu jeder Jahreszeit ein Teil der Sräucher blühen wird und er so jeden Monat im Jahr Freude an seiner Hecke haben wird.
Hinter unserem Garten, am Rand der Wiese, steht unser Vierjahreszeitenbusch. Im Frühjahr schneiden unsere Söhne kurze, daumendicke Aststücken aus der Krone. Mit einem heißen Draht brennen sie das weiche Mark heraus. Einige Schnitte mit einem scharfen Messer und eine einfache Flöte ist fertig.
Mit ihr zwitschert unsere kleinen Tochter mit den Amseln um die Wette.
Im Frühsommer zieren weiße Blütendolden den Busch. Hunderte kleine, weiße Blüten schäumen zwischen dem Grün der Blätter.
Mit etwas Zitronensäure, Zucker und Wasser angesetzt und dann in fest schließenden Flaschen abgefüllt, wird aus dem Blütenzauber ein prickelndes Sommergetränk, das wir bei großer Hitze im Schatten des Busches trinken. An den verbliebenen Dolden bilden sich kleine Beeren. Grün sind sie noch ungenießbar. Aber die Strahlen der Sommersonne streicheln sie rot. Im Herbst zeigt ihre blauschwarze Farbe: „Es ist Erntezeit.“
Nun gibt es leckere Fruchtsuppe, wir kochen Gelee und füllen den Saft der Beeren in Flaschen.
Im Winter, wenn die kahlen Äste des Busches unter dem grauen Himmel frieren, kochen wir mit Zimt, schwarzem Tee, Zucker und dem Beerensaft Holunderpunsch. Während wir ihn trinken, durchströmt uns noch einmal die Wärme des Sommers.



Also nochmals vielen Dank für deine tolle Karte liebe Tanja.

Kommentare:

  1. Eine besonders schöne Dolde vom Holunder hast du da bekommen! Deine Vierjahreszeiten-Holler-Geschichte tröstet. Auch wenn der Sommer nun langsam geht, jede Jahreszeit hat ihre Berechtigung und ihre Schönheit, wir müssen sie nur entdecken wollen und auch mal Ruhe geben (und nehmen), die Pflanzen machen es uns vor. Briefumschläge mache ich auch oft selber... Lieben Gruß Ghislana

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  2. Ja! wirklich eine wunderschöne Holunderdolde.. Eine sehr stimmige und gelungene Karte. Lieben Dank auch fürs Teilen Deiner Holundergeschichte.. Wie wahr: jede Jahreszeit hat ihre Besonderheiten und jede würde nicht mehr so schön sein, wenn es eine nicht mehr geben würde..
    Alles, alles Liebe - Kreativhäxli

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  3. Wie schön! Jetzt gibt es zwei sehr unterschiedliche Holunderbeerenumsetzungen! toll, wenn so viel Liebe im Detail in den Karten steckt! Viel Freude noch mit den letzten Karten und lieben Gruß. Susanne

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